28. Dezember 2010

Meine Lieben

Besten Dank für die Neuigkeiten von Ve und Jonas. Es ist bedauerlich, dass in Brasilien alles so teuer geworden ist und dass ihr einen dermassen schlechten Wechselkurs habt. Aber so spart man ein bisschen, ne? :-)

Gestern war in Regensdorf, um Tintenpatronen für den Drucker zu kaufen. Ich hatte in Officeworld ja auch noch ein Guthaben von Fr. 34.-, weil sie für die Untersuchung des Laptops irrtümlicherweise zu viel verlangt hatten. Jetzt druckt der Drucker wieder wie gedruckt.

Danach fuhr ich noch zum Lidl, um u.a. Vogelfutter zu kaufen. Ich fands aber nicht und so fragte ich eine Angestellte, wo denn das Vogelfutter sei (vor einem Monat hatten sie nämlich ganz gutes und günstiges Futter). Sie sagte, sie hätten keines mehr, worauf ich entgegnete, das sei aber nicht sehr gut, denn gerade jetzt, wo so viel Schnee liege, würden die Vögel Futter benötigen und nicht im November, als noch alles grün war. Sie war sehr höflich und entschuldigte sich, das seien halt so Aktionen, die Lidl mache.

Da ich sowieso noch in den Coop musste, fuhr ich auch noch schnell bei Aldi vorbei, doch auch da fand ich kein Vogelfutter mehr. Also fragte ich wieder eine Angestellte. Hätten sie nicht, sagte die Deutsche ziemlich hochnäsig. Also machte ich auch sie darauf aufmerksam, dass es keinen Sinn mache, Vogelfutter im November zu verkaufen, aber Ende Dezember, wenn eine geschlossene Schneedecke liege, nichts mehr im Angebot zu haben. Das sei halt nun so, sagte das Arrogantli.

Im Coop fand ich dann Vogelfutter und die Eierschwämmli (in Büchsen), die ich für meinen Safranrisotto benötigte. Es hat wunderbar geschmeckt (da könnte man ja richtig neidisch werden, gell?!)

Die Kaninchen waren gestern Abend sehr unerzogen und wollten einfach nicht in ihr heimeliges Häuschen. Also musste ich zunächst einmal ziemlich laut werden, bevor sie begriffen, dass ich nicht einfach nur zu ihrer Unterhaltung im Gehege herumirrte. Heute habe ich sie rausgelassen und gleich das Törchen zur Kiste geschlossen. Am Abend werden sie mit Freudensprüngen in die Kiste hüpfen (hoffe ich wenigstens).

Heute hat 3Sat einen Thementag: Den ganzen Tag, den ganzen Abend und die ganze Nacht lautet das Thema «Das Mittelalter». Sie zeigen Dokumentationen und Filme zu dieser Zeitepoche. Und ich werde einige Stunden vor dem Fernseher verbringen. Und das, ohne Angst haben zu müssen, dass meine liebe Frau ruft: «Jetzt stell' doch endlich mal diese Kiste ab!» :-))

Soeben zeigte der Sender eine Dokumentation über den Orden der Tempelritter. Es war sehr interessant. Bei den Templern handelte es sich um Mönche, die von zirka 118 bis etwa 1312 als furchtlose Ritter in den Kampf für den christlichen Glauben zogen. So eroberten sie unter anderem auch Jerusalem. Die Templer machten sich auch anderweitig einen Namen. Den Hauptsitz hatten sie in Paris, aber Kommandozentralen über ganz Europa verstreut. Um zum Beispiel ihre Truppen im Nahen Osten versorgen zu können, erfanden sie den bargeldlosen Zahlungsverkehr, das heisst die erste Bank. Sie boten bald einmal auch von Tempelritter beschützte Pilgerzüge nach Jerusalem an. In einigen Punkten unterschieden sie sich nicht von ihren Feinden, den Muslimen: So glaubten sie, Jesus hätte befohlen, Nichtchristen zu töten, und wenn ein Templer im Krieg fiel, so war ihm ein Platz im Himmel sicher.

Der französische König Philipp IV (Philipp der Schöne) wollte an das Geld der Tempelritter gelangen und verbreitete deshalb Gerüchte der Blasphemie, wonach die Templer unter anderem auf das Kreuz spucken und Götzen anbeten würden. Zudem bezichtigte er sie der Homosexualität. Sie wurden der Inquisition (die brutalen Gerichte der katholischen Kirche) unterworfen und gefoltert. Wer nicht alles zugab, ob erfunden oder wahr, wurde hingerichtet. Nur der Papst, Clemens V, hätte dies verhindern können. Doch dieser hatte selber Angst vor dem französischen König. Anfangs des 14. Jahrhunderts wurde der Tempelorden aufgelöst und sein Vermögen, seine Burgen und Festungen beschlagnahmt.

Interessant ist, dass sich die Templer, obwohl sie eine militärische Eliteeinheit waren, sich ihrer Verhaftung nicht widersetzten. Sie glaubten wohl, es würde sich alles zum Guten klären, was dann natürlich nicht so war.

Mit Markus und für Silvester habe ich noch nichts geplant oder abgemacht. Ich treffe mich sicher einmal mit Markus und wahrscheinlich auch mit Angelo, aber ich weiss noch nicht wann.

Mit den Kaninchen war das wieder so eine Sache. Wenn ich nicht energisch werde, treiben sie nur so ihre Spiele mit mir. Einer hüpft in die Kiste, dann der zweite, dann springt der erste wieder aus Kiste raus, der dritte rein, der zweite raus undsoweiterundsofort. Ich muss mir etwas überlegen...

Vorhin habe ich wieder etwas gekocht. Es hat sehr gut geschmeckt. In den nächsten Tagen werde ich nun Reste zu essen haben.

Beijos
Cyp und Papi

 

 

 

So, jetzt bin ich bereit zum Zwiebeln Schneiden.

 

Ohne zu weinen geschafft.

 

Ein feines Safranrisotto mit Eierschwämmli, Williams-Birne und einem Andutgel.

 

 

 

 

 

 

 

Heute gabs feine breite Nudeln mit Eiern aus Freilandhaltung, Sauerkraut mit vielen Wacholderbeeren und ein nahrhaftes Wädli.

 

 

 

 

 
 

26. Dezember2010

Hoi zäme

Es hat mich sehr gefreut zu hören, dass ihr eine gute Reise hattet. Ihr geniesst jetzt sicher schon die Wärme und lasst es euch bei Caipirinha und Churrasco gut gehen.

Churrasco hatte ich nicht, aber es war auch sehr gut. Leider habe ich vergessen, Salat zu essen :-)

 

 

Von Wärme kann hier in Oberglatt keine Rede sein, denn heute Morgen zeigte das Thermometer sage und schreibe -16 Grad Celsius. Dafür war das Wetter wunderschön, wie ihr auf den Fotos sehen könnt.

So, jetzt muss ich Fernsehen schauen. Sie zeigen wieder einmal den eindrücklichen Film The Green Mile mit Tom Hanks und Michael Clarke Duncan.

PS. Jonas' e-Mails habe ich nicht bekommen. Sie sind wahrscheinlich in den Atlantik gefallen.

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